Die „kugelsichere“ Weste als Selbstschutz

schutzweste-infoportal-klHerlich Willkommen bei Kugelsichere-Weste.com – dem Infoportal rund um Schutzwesten.
Die „kugelsichere Weste“ und das in sie hineininterpretierte Sicherheitsgefühl bleibt wohl ein Traum. Denn jedes – auf einen Menschen – abgefeuerte Geschoss hinterlässt seine Spuren, sowohl am Körper als auch an der Seele. Vielleicht ist das der Grund, warum die Schutzweste so vielseitige Bezeichnungen hat.
Die Schutzweste trägt Bezeichnungen wie beschusshemmende Weste, ballistische Schutzweste oder auch durchschusssichere Weste. Letztere Bezeichnung ist mit Sicherheit die zutreffendste, denn das Geschoss wird bei Auftreffen auf die Weste stark deformiert und verliert dabei einen Großteil seiner Geschossenergie, schützt so vor der durchdringenden tödlichen Kraft.

Neue Werkstoffe sind Teil der Geschichte der Schutzweste

Der Mensch war schon immer bestrebt, seinen Körper gegen fremde Gewalteinwirkung zu schützen. Ältestes Zeugnis dafür liefern Körperschutzpanzer aus Bronze. Sie stammen aus dem 14. Jahrhundert vor Christus. Durch die Jahrhunderte wechselten die Werkstoffe aus denen die Panzerungen hergestellt wurden. Es gab Kombinationen aus verschiedensten Materialien, Bronze mit Leinen oder Eisen mit Leder, dem Erfindergeist waren keine Grenzen vorgegeben. Zumal auf jede neue Entwicklung eines Schutzsystems prompt eine Antwort aus der Waffentechnik folgte. Diese Entwicklung setzt sich durch die Jahrhunderte bis heute fort. Hochwertige Kunststoffe werden heutzutage bei der Herstellung von perfekten Schutzwesten eingesetzt. Sie sind extrem dünn und mit 1,65 Kilogramm echte Leichtgewichte unter den Schutzwesten. Gefertigt werden sie aus leistungsfähigem Dyneema® SB51 und haben die Zertifizierung NIJ Level III+. Es gibt verschiedene Modelle, sie können verdeckt unter dem Obergewandt oder getarnt getragen werden. Bei ihrer großen Flexibilität gewähren sie dem Träger bisher nicht für möglich gehaltene Bewegungsfreiheiten.

Aufgaben und Zielsetzung – Funktionsweise einer Schutzweste / kugelsicheren Weste

Die Aufgabe einer durchschusssicheren Schutzweste ist es, den Träger der Weste vor dem todbringenden Geschoss zu schützen und das zerstörerische Eindringen – auch von Teilen des Geschosses – in seinen Körper zu verhindern. Die Konstruktion der Weste fängt dabei die Bewegungsenergie ab und verteilt sie auf eine größtmögliche Fläche. Gleichzeitig wird das Geschoss beim Auftreffen auf den Körper stark verformt oder auch zerlegt, verfängt sich und verbleibt im Körper der Schutzweste, der wiederum unter der enormen Auftreffwucht größerer Verformungen ausgesetzt ist. Das führt zu einem Trauma, so bezeichnen Mediziner die Schädigung lebenden Gewebes durch Gewalteinwirkung von außen. Dabei kann es durchaus zu kritischen Situationen und gefährlichen Schädigungen kommen. Das bestätigt, der Ausdruck „kugelsicher“ im Zusammenhang mit Schutzwesten ist nicht korrekt, er ist bestenfalls eine volkstümliche Bezeichnung für eine durchschusssichere Weste. Schutzwesten sind in vier Sicherheitsklassen eingeteilt und in Ausführung und Aufbau dem jeweiligen Einsatzgebiet angepasst. Grob vereinfacht steht die Sicherheitsstufe SK 1 für den Schutz vor Kurzwaffenmunition und SK 4 für den Schutz vor Langwaffenmunition.

Schutzklasseneinteilung – einen international verbindlichen Standard gibt es nicht

Was aber bei allen Tests zur Bestimmung der Sicherheitsklasse einer Schutzweste Berücksichtigung findet, sind der Geschoss-Aufbau, das Geschoss-Kaliber, die Geschoss-Länge, das Geschoss-Gewicht und die Geschoss-Geschwindigkeit. Alle anderen Prüfungsanforderungen variieren von Land zu Land und auch noch bei den Behörden, die eventuelle Einsätze steuern und letztendlich Verantwortung tragen.

Das Land, in dem außerordentlich viele Waffen in Privathand sind – die Vereinigten Staaten von Amerika, gibt mit dem NIJ (National Institut of Justice) einen der wichtigsten Standards vor. Das NIJ ist das Forschungszentrum des amerikanischen Justizministeriums. In Deutschland werden die Beschusstests durch die statlichen Beschussämter durchgeführt. Vorgaben liefern hier die „Technische Richtlinie für Schutzwesten der Polizei“.
Die Beschussämter sind in Köln, Suhl und Ulm. Wobei das Beschussamt in Ulm wohl das am besten ausgerüstete Amt ist. Es verfügt über mehrere 100 Meter Schießbahnen, über Beschusskammern und über Maschinen zur Materialprüfungen. Interessant ist auch, dass Ulm über 200 Prüfläufe für die dazugehörenden Munitionssorten verfügt. Ulm wickelt etwa 70 % der Beschussprüfungen ab.
Am Ende des Prozedere für Schutzwesten bekommt das getestete Stück der Körperschutz-Ausrüstung nur die getestete Schutzwirkung bescheinigt. Hat also keinerlei Beweiskraft für die Gesamtproduktion. Es ist in der Verantwortung zwischen Hersteller und Abnehmer durch Langzeittests und Tests während der laufenden Produktion die Schutzwirkung der Körperschutz-Ausrüstung ständig zu überprüfen und zu garantieren. Trotzdem geben die Hersteller auf die Schutzwirkung ihrer Westen eine Garantie für fünf oder zehn Jahre.

Zwei Länder – zwei grundverschiedene Schutzklassen im Vergleich

Der Unterschied beginnt schon bei der allgemeinen Prüfung. Während die Amerikaner die Probe nur einmal beschießt, werden in Deutschland die Proben dreimal beschossen. Die verwendeten Geschosskaliber sind nicht gleich, sie sind sich nur ähnlich. Auch sind die umweltlichen Bedingungen unterschiedlich. Dennoch ist es im alltäglichen Gebrauch üblich die deutsche Schutzklasse (SK) 1 mit der in Amerika üblichen NIJ-Level IIIA gleichzusetzen. Das trifft auch auf die deutsche SK4 zu, die im Alltag oft mir der amerikanischen NIJ-Level III und IV gleichgesetzt wird. Nachstehen die entsprechende Aufstellung:

Schutzklassen: deutsch / amerikanisch

SK1 und Level IIIA Schutz vor Kurzwaffenmunition* mit Weichkern und Rundkopf oder Teilmantelgeschoss mit Hohlspitze
SK2 Schutz vor Kurzwaffenmunition* mit Hartkerngeschossen
SK3 und Level III Schutz vor Langwaffenmunition** mit Vollmantel- und Weichkern oder Teilmantel bzw. Hohlspitz
SK4 und Level IV Schutz vor Langwaffenmunition** mit Vollmantel und Hartkern

* Unter den Begriff Kurzwaffen fallen alle Revolver und Pistolen.
** Zu den Langwaffen zählen die Büchsen (Karabiner, Stutzen), Maschinenpistolen bzw. Maschinengewehre (Kriegswaffe) und natürlich die Flinten (Schrotpatronen).

Bei den Schutzklassen SK1 und SK2 ist der Stichwaffenschutz nicht inbegriffen, kann aber zusätzlich geordert werden. Bei den Schutzklassen SK3 und SK4 ist der Schutz gegen Stichwaffen (Messer und auch Nadeln), bedingt durch die Konstruktion, inbegriffen.

Die Konstruktionsmerkmale bestimmen den größtmöglichen Schutz und das Gewicht einer kugelsicheren Weste / Schutzweste

Die Anzahl der Konstruktionsmerkmale ist wohl nahezu unbegrenzt. Es variieren die Formen, die geschützten Körperbereiche und die Materialien aus denen die Schutzwesten hergestellt werden. Es gibt weiche und flexible Werkstoffe und es gibt Schutzplatten, die aus härterem Material hergestellt werden. Dazu kommen Kombinationen aus verschiedensten Stoffen. Einsatzzweck und die Sicherheitsanforderungen bestimmen schließlich, welche Materialkombinationen bevorzugt werden. Sicherheitswesten aus der Gruppe „Weichballistik“ stoßen leicht an die Grenzen der Belastbarkeit, andererseits sind Schutzwesten aus der Gruppe „Hartballistik“ allein durch den Werkstoff schnell in einem Gewichtsbereich, der die Bewegungsfreiheit stark einschränkt. Ideal für den erhöhten Schutzbedarf sind Schutzwesten aus einer Kombination von Weich- und Hartballistik. Denn diese bieten gleichzeitig Schutz vor Stichverletzungen, Schutz vor Messerattacken. Nachstehend zwei Schutzwesten, die auch erhöhten Ansprüchen an die Sicherheit gerecht werden, dabei gewichtsmäßig im Rahmen bleiben und auch noch Tragekomfort bieten.

Schusssichere Qualitäts-Weste nur 6,5 mm stark, mit 1,65 kg ein Leichtgewicht

Sie ist eine neue Erscheinung auf dem Markt der Sicherheit, die durchschusssichere Schutzweste eines britischen Herstellers. Mit einem Gewicht von 1,65 Kilogramm und einer Stärke von 6,5 mm gewährt sie ihrem Träger nicht nur große Bewegungsfreiheit, sondern mit einer NIJ Level IIIA+ Zertifizierung auch maximale Sicherheit, eine Antitrauma-Einlage bietet erhöhten Schutz vor stumpfen Trauma.

Detaillierte Produktinformationen

  • Material: leistungsgerechtes Dyneema® SB51atmungsaktives, wasserfestes Cordura® und Temperatur ausgleichendes Outlast®
  • Zertifikat: nach NIJ Level IIIA+ zertifiziert mit erweitertem Schutz vor aggressiver Munition wie Tokarev 7,62 x 25 mm oder Makarov 9 x 18 mm
  • Stichschutz: bei Attacken mit dem Messer bis 10 Joule Angriffsenergie
    extrem hoher Schutz vor Angriffen mit der Injektionsnadel (4,4 Joule)
  • Formate: Gewicht ca. 1,65 Kilogramm, nur 6,5 mm stark, 0,28 m² geschützte Fläche, 0,85 mm dünne Spezial-Schutzeinlage verhindert stumpfes Trauma

Fazit: Eine Schutzweste bietet Schutz für gefährdete Personen

Wer zu dem gefährdeten Personenkreis gehört, dem es, aus welchem Grund auch immer, nahegelegt wird, etwas für seine eigene Sicherheit zu tun, der tut auf jeden Fall gut daran, sich mit einer durchschusssicheren Weste vertraut zu machen. Sich verschiedene Modelle anzusehen und vor allem anzuprobieren. Es gibt schlimmeres, als zu gewissen Anlässen eine Schutzweste zu tragen. Das tun mit Sicherheit mehr Mitbürger, als sich vermuten lässt.